ProMedicDNA

Genetische Analysen für die ärztliche Praxis

Medizinische Genanalysen

Genetische Analysen zur Wirkung von Arzneimitteln und zu ausgewählten Erkrankungsrisiken – für Ärztinnen und Ärzte, Praxen und Kliniken. Die Ergebnisse liefern zusätzliche Informationen für ärztliche Entscheidungen und können helfen, Vorsorge, Diagnostik und Therapie gezielter zu planen.

Medizinische Genanalysen werden grundsätzlich ärztlich veranlasst und begleitet. Die konkreten Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Land und Art der Untersuchung.

  • Speichelprobe mit dem Saliva Kit
  • Bearbeitungszeit 1–2 Wochen
  • Bericht an die veranlassende Ärztin bzw. den veranlassenden Arzt
Analysen nach Fachgebiet Für Ärzte und Praxen
Ärztin bespricht mit einem Patienten den Bericht einer Genanalyse
Ärztlich veranlasstAnalysiert wird erst nach ärztlicher Veranlassung und unterschriebener Einwilligung.
Speichelprobemit dem Saliva Kit, Bearbeitungszeit 1–2 Wochen
Ärztliche EinordnungDer Bericht geht immer an die veranlassende Ärztin bzw. den veranlassenden Arzt. ProGenom stellt keine Diagnose.
Unser Labor in Österreichfür medizinische Analysen zugelassen; Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 zertifiziert

Pharmakogenetik

Arzneimitteltherapie gezielter planen

Ärztin erläutert einem Patienten pharmakogenetische Ergebnisse auf dem Tablet

Pharmaco Sensor

Ob ein Arzneimittel wie erwartet wirkt oder Nebenwirkungen verursacht, hängt auch von den Genen ab – etwa davon, wie schnell Enzyme wie CYP2D6, CYP2C19 oder CYP2C9 einen Wirkstoff abbauen oder aktivieren. Der Pharmaco Sensor ist ein Medikamenten-Gentest für die ärztliche Praxis: Er untersucht über 70 Genvarianten in Genen, die Abbau, Transport, Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen.

Der Bericht ordnet rund 2.000 Arzneimittel anhand ihrer bekannten Abbau- und Aktivierungswege ein; für ausgewählte Wirkstoffe enthält er zusätzlich Hinweise nach internationalen pharmakogenetischen Leitlinien, etwa von CPIC und DPWG. So erhalten Ärztinnen und Ärzte schon vor einer Verordnung Hinweise, ob bei einem Wirkstoff eine veränderte Wirkung oder Verträglichkeit möglich ist, und können Auswahl und Dosierung darauf abstimmen.

rund 2.000Arzneimittel nach Abbau- und Aktivierungswegen eingeordnet
über 70untersuchte Genvarianten
CPIC · DPWGLeitlinienhinweise für ausgewählte Wirkstoffe

Untersucht werden ausgewählte, häufige Varianten. Leitlinienempfehlungen gibt es nur für einen kleinen Teil der Wirkstoffe; für die meisten beruht die Einordnung auf den bekannten Abbau- und Aktivierungswegen. Die Ergebnisse ergänzen die ärztliche Therapieentscheidung, ersetzen sie aber nicht: Begleitmedikation, Organfunktion und Alter bleiben ebenso wichtig, und ein unauffälliges Ergebnis ersetzt keine Einzeltestung, die vor bestimmten Therapien vorgeschrieben oder empfohlen ist. Eine Medikation sollte nie ohne ärztliche Rücksprache geändert werden.

Zur Einordnung: In der europäischen PREPARE-Studie (12-Gen-Panel) traten bei Patientinnen und Patienten mit relevantem Befund unter genotypgeleiteter Verordnung seltener klinisch relevante Nebenwirkungen auf als unter üblicher Verordnung: 21,0 % gegenüber 27,7 % (Swen et al., The Lancet 2023). Die Studie verwendete ein eigenes Genpanel; ihre Ergebnisse lassen sich nicht ohne Weiteres auf jede pharmakogenetische Analyse übertragen.

Pharmakogenetische Hinweise sind zusätzlich in vielen Einzelanalysen der Fachgebiete enthalten.

Zum Pharmaco Sensor

Umfassendes Analyseprofil

Premium Plus Sensor

Der Premium Plus Sensor bündelt die medizinischen Genanalysen von ProMedicDNA – einschließlich Pharmakogenetik – mit sinnvoll ergänzenden Analysen aus ProVitalDNA, etwa zu Ernährung und Gewicht. Die Ergebnisse werden thematisch zusammengeführt und in einem umfassenden Analyseprofil aufbereitet, in einer Version für Frauen oder für Männer. So entsteht für die ärztliche Präventionsmedizin ein Gesamtbild, aus dem sich individuelle Schwerpunkte für Kontrollen und Vorsorge ableiten lassen. Der ADHD Sensor ist nicht enthalten.

über 140 Genvariantenrund 2.000 Arzneimittel im pharmakogenetischen TeilVersion für Frauen oder Männer

Weil das Profil auch Analysen zu künftigen Erkrankungsrisiken enthält, gehören ärztliche Aufklärung und genetische Beratung zum Ablauf.

Zum Premium Plus Sensor

Berichtscover der medizinischen Analysen von ProMedicDNA

Medizinische Genanalysen nach Fachgebiet

Die Einzelanalysen untersuchen ausgewählte Genvarianten mit wissenschaftlich beschriebenem Zusammenhang zu einer Erkrankung. Ihre Ergebnisse können Anlass für frühere oder regelmäßigere ärztliche Kontrollen sein und helfen, Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen individueller zu planen. Mit Ausnahme von Iron, Gluten, Lactose und AMD Sensor enthalten alle Einzelanalysen zusätzlich pharmakogenetische Hinweise zu Arzneimitteln des jeweiligen Fachgebiets. Bei Analysen zu künftigen Erkrankungsrisiken gehört grundsätzlich eine genetische Beratung vor und nach der Untersuchung dazu.

Herz, Gefäße und Blutgerinnung

Genetische Varianten mit beschriebenem Zusammenhang zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Blutdruck und Thromboseneigung. Sie ergänzen klinische Faktoren wie Blutdruck, Blutfette und Familiengeschichte und können helfen, Kontrollen und Vorbeugung individueller zu planen.

Stoffwechsel und Eisenhaushalt

Genetische Faktoren bei Typ-2-Diabetes und erblicher Eisenspeichererkrankung. Eine erkannte HFE-Veranlagung kann etwa dazu führen, dass Eisenwerte früh und regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet werden, bevor Organschäden entstehen.

Die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt: bei Typ-2-Diabetes anhand von Laborwerten wie Blutzucker und HbA1c, bei der Hämochromatose anhand erhöhter Eisenwerte zusammen mit dem HFE-Befund.

Verdauung und Unverträglichkeiten

Genetische Marker, die bei der Abklärung von Zöliakie und Laktoseintoleranz eingesetzt werden, sowie NOD2-Varianten mit beschriebenem Zusammenhang zu Morbus Crohn. Sie helfen, Beschwerden gezielter abzuklären; ob eine Erkrankung vorliegt, zeigt die ärztliche Diagnostik.

Nervensystem und Psyche

Genetische Varianten bei Alzheimer, Depression, Schizophrenie und ADHS sowie pharmakogenetische Hinweise, etwa zur Auswahl und Dosierung von Antidepressiva. Die Ergebnisse sind eine Zusatzinformation für die fachärztliche Einordnung.

Onkologische Fragestellungen

Häufige Genvarianten mit beschriebenem Zusammenhang zu bestimmten Krebserkrankungen. Eine genetische Risikoinformation kann Anlass sein, Früherkennungsuntersuchungen gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt individueller zu planen.

Keine Diagnostik erblicher Tumorsyndrome – die Gene BRCA1 und BRCA2 werden zum Beispiel nicht untersucht. Die Analysen ersetzen keine Früherkennungsuntersuchung.

Knochen und Gelenke

Genetische Faktoren im Zusammenhang mit Knochendichte und Osteoporose sowie mit entzündlichen Gelenkerkrankungen. Sie können Anlass sein, Knochengesundheit und Gelenkbeschwerden frühzeitig ärztlich im Blick zu behalten.

Weitere Fachgebiete

Augen

Genetische Varianten mit beschriebenem Zusammenhang zur altersabhängigen Makuladegeneration und zum Exfoliationsglaukom.

Zahnmedizin

Varianten in Entzündungsgenen, die im Zusammenhang mit Parodontitis untersucht wurden.

Infektiologie

Eine Analyse zur CCR5-Δ32-Variante der untersuchten Person. Sie ist keine Resistenztestung des Virus und schließt eine Infektion nicht aus.

ProBabyDNA

Schwangerschaft, Stillzeit und Neugeborene – ProBabyDNA

Unter der Marke ProBabyDNA bieten wir drei Analysen an: eine genetische Analyse für Frauen in der Schwangerschaft und zwei Labortests, die keine Gentests sind.

Berichtscover Pregnancy Sensor von ProBabyDNA

Genanalyse

Pregnancy Sensor

Speichelprobe (Saliva Kit) · Bearbeitungszeit 1–2 Wochen

Untersucht ausgewählte genetische Varianten der Schwangeren, etwa im Zusammenhang mit der Blutgerinnung. Die Ergebnisse können helfen, ärztliche Kontrollen und Vorsorge in der Schwangerschaft individueller zu planen. Ärztlich veranlasst; keine Aussage über das Erbgut des Kindes.

Berichtscover Breast Milk Sensor von ProBabyDNA

Labortest · nicht genetisch

Breast Milk Sensor

Muttermilchprobe (getrocknet)

Misst den Anteil der Omega-3-Fettsäure DHA in der Muttermilch. Das Ergebnis kann eine Grundlage für Empfehlungen zu Ernährung oder Nahrungsergänzung in der Stillzeit sein.

Berichtscover Baby Sensor von ProBabyDNA

Labortest · nicht genetisch

Baby Sensor

Urinprobe (getrocknet auf Filterpapier)

Untersucht Stoffwechselprodukte im Urin des Kindes auf Anzeichen angeborener Stoffwechselerkrankungen (Screening). Auffällige Ergebnisse ermöglichen eine frühzeitige kinderärztliche Abklärung. Ersetzt nicht das reguläre Neugeborenen-Screening.

Bitte besprechen Sie diese Analysen mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt bzw. mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt.

Medizinische und nicht-medizinische Genanalysen

Beide Arten von Genanalysen nutzen eine Speichelprobe, beantworten aber unterschiedliche Fragen.

Medizinisch

Medizinische Genanalysen

Fragestellung
Erkrankungsrisiken und Wirkung von Arzneimitteln
Veranlassung
grundsätzlich ärztlich, nach Aufklärung und unterschriebener Einwilligung; bei Analysen zu Erkrankungsrisiken mit genetischer Beratung
Ergebnis
Bericht an die veranlassende Ärztin oder den veranlassenden Arzt, Besprechung in der Praxis
Nutzen
zusätzliche Informationen für Vorsorge, Diagnostik und Therapie – keine Diagnose
Probe und Dauer
Speichelprobe (Saliva Kit), 1–2 Wochen

Nicht-medizinisch

Nicht-medizinische Genanalysen

Fragestellung
Ernährung, Gewicht, Training, Haut und Wohlbefinden
Zugang
über ProGenom-Partner; die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Land
Ergebnis
Bericht für die Beratung durch den Partner
Nutzen
Orientierung für Ernährung und Lebensstil – keine Aussage über Erkrankungen
Probe und Dauer
Speichelprobe (Saliva Kit), 1–2 Wochen

Nicht-medizinische Genanalysen ansehen

So läuft eine medizinische Genanalyse ab

Medizinische Genanalysen werden grundsätzlich ärztlich veranlasst und begleitet. Die konkreten Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Land und Art der Untersuchung. Analysiert wird erst, wenn die ärztliche Veranlassung und die unterschriebene Einwilligung vorliegen.

  1. Ärztliche Veranlassung

    Eine medizinische Genanalyse wird über Ärztinnen, Ärzte, Kliniken oder andere geeignete medizinische Einrichtungen veranlasst.

  2. Aufklärung und Einwilligung

    Die Ärztin oder der Arzt klärt über Zweck, Aussagekraft und Grenzen auf. Vor Beginn der Analyse müssen die ärztliche Veranlassung und die unterschriebene Einwilligung vorliegen. Bei Analysen zu künftigen Erkrankungsrisiken gehört grundsätzlich eine genetische Beratung dazu.

  3. Speichelprobe

    Probenset für die Speichelprobe mit Röhrchen und TrichterFür die Genanalysen genügt eine Speichelprobe mit dem Saliva Kit – eine Blutentnahme ist nicht nötig.

  4. Analyse in unserem Labor

    Die Bearbeitungszeit beträgt 1–2 Wochen.

  5. Bericht an die Ärztin oder den Arzt

    Der Ergebnisbericht wird immer an die veranlassende Ärztin bzw. den veranlassenden Arzt übermittelt.

  6. Besprechung und Einordnung

    Die Ärztin oder der Arzt bespricht und interpretiert das Ergebnis mit der Patientin oder dem Patienten. ProGenom stellt selbst keine Diagnose.

Rechtlicher Rahmen: In Deutschland gilt das Gendiagnostikgesetz, in Österreich das Gentechnikgesetz und in der Schweiz das Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt informiert Sie über die Voraussetzungen im Einzelfall.

Die Analysen sind über unsere Partner erhältlich. Die Endkundenpreise werden vom jeweiligen Partner festgelegt. Ob Kosten übernommen werden, klären Sie bitte mit Ihrer Versicherung.

Sie haben noch keine ärztliche Ansprechperson? Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen, einen geeigneten ärztlichen ProGenom-Partner in Ihrer Nähe zu finden.

Kontakt aufnehmen

Für Ärztinnen und Ärzte, Praxen und Kliniken

Mit ProGenom bieten Sie Ihren Patientinnen und Patienten medizinische Genanalysen aus einer Hand an – von der Pharmakogenetik bis zu Analysen in einzelnen Fachgebieten. Welche Analysen Sie veranlassen können, hängt vom Land, von der Art der Untersuchung und von Ihrer fachlichen Qualifikation ab.

  • Ein Portfolio, ein AblaufEinzelanalysen, Pharmaco Sensor und Premium Plus mit einheitlichem Probenset
  • Speichelprobe statt BlutentnahmeProbenentnahme mit dem Saliva Kit; Bearbeitungszeit 1–2 Wochen
  • Berichte für Ihre Einordnungstrukturierte Ergebnisberichte mit Angabe der zugrunde liegenden Studien
  • PartnerportalAufträge, Analysestatus und Ergebnisberichte online
Partnerschaft für Ärzte und Praxen

Bereits Partner? Zum Partner-Login

Wissenschaftlich eingeordnet, sorgfältig analysiert

Blick in unser Labor mit automatisierten Analysegeräten
  • Wissenschaftliche Grundlage

    Wir analysieren Genvarianten, deren Zusammenhang mit einer Erkrankung oder mit der Wirkung von Arzneimitteln in begutachteten Studien beschrieben ist. Die Berichte nennen die zugrunde liegenden Studien.

    Unsere wissenschaftliche Vorgehensweise

  • Unser Labor

    Die medizinischen Genanalysen werden in unserem für medizinische Analysen zugelassenen Labor in Österreich durchgeführt. Das Qualitätsmanagementsystem ist nach ISO 9001:2015 zertifiziert und umfasst unter anderem medizinisch-genetische Diagnostik. Jedes Ergebnis wird nach dem Vier-Augen-Prinzip geprüft.

  • Datenschutz

    Genetische Daten sind besonders schützenswert. Proben werden nach der Analyse vernichtet, sofern nicht ausdrücklich in eine Nutzung für die Forschung eingewilligt wurde; genetische und persönliche Daten werden getrennt gespeichert. Sie können Ihre Einwilligung widerrufen und haben das Recht, ein Ergebnis nicht zu erfahren.

    Datensicherheit

Was eine medizinische Genanalyse aussagen kann – und was nicht

Nutzen: Genetische Ergebnisse können einen konkreten medizinischen Nutzen haben. Sie können Anlass für frühere oder regelmäßigere ärztliche Kontrollen sein, helfen, Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen individueller zu planen, und zusätzliche Informationen für Diagnostik und Arzneimitteltherapie liefern. Ein Beispiel: Eine erkannte HFE-Veranlagung kann dazu führen, dass Eisenwerte frühzeitig und regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet werden, bevor Organschäden auftreten.

Wissenschaft: Für jede untersuchte Variante ist ein Zusammenhang in wissenschaftlichen Studien beschrieben. Wie stark dieser Zusammenhang ist, unterscheidet sich je nach Variante: Einige Marker sind in Leitlinien etabliert, etwa in der Pharmakogenetik oder bei der erblichen Hämochromatose; viele andere haben einzeln nur einen kleinen Effekt, und für manche sind die Studienergebnisse uneinheitlich.

Grenzen: Ein genetisches Ergebnis ist keine Diagnose. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht, dass eine Erkrankung sicher eintritt, und ein unauffälliges schließt sie nicht aus, denn auch Lebensstil, Umwelt und weitere Gene spielen eine Rolle. Die Analysen untersuchen ausgewählte, häufige Varianten. Bei Verdacht auf eine seltene erbliche Erkrankung, etwa ein erbliches Tumorsyndrom, ersetzen sie keine umfassende genetische Diagnostik – die Gene BRCA1 und BRCA2 werden zum Beispiel nicht untersucht. Die Bewertung der Ergebnisse und alle Entscheidungen zu Diagnostik und Therapie liegen bei der Ärztin oder dem Arzt.

Häufige Fragen zu medizinischen Genanalysen

Was ist eine medizinische Genanalyse?

Eine medizinische Genanalyse untersucht genetische Varianten, die für eine medizinische Fragestellung relevant sind – etwa für das Risiko bestimmter Erkrankungen oder für Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln. Die Ergebnisse liefern der Ärztin oder dem Arzt zusätzliche Informationen, um Vorsorge, Diagnostik und Therapie gezielter zu planen.

Bei ProGenom erfolgt die Analyse aus einer Speichelprobe in unserem Labor in Österreich. Das Ergebnis beschreibt eine genetische Veranlagung; die medizinische Einordnung übernimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt.

Medizinische Genanalysen werden grundsätzlich ärztlich veranlasst und begleitet. Die konkreten Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Land und Art der Untersuchung. Bei ProGenom wird eine medizinische Genanalyse über Ärztinnen, Ärzte, Kliniken oder geeignete medizinische Einrichtungen veranlasst.

Für Analysen zu künftigen Erkrankungsrisiken gelten strengere Anforderungen, etwa an die Qualifikation der veranlassenden Ärztin oder des veranlassenden Arztes und an die genetische Beratung vor und nach der Untersuchung.

Genetische Ergebnisse können Anlass für frühere oder regelmäßigere ärztliche Kontrollen sein, Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen individueller planbar machen und Hinweise für die Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln geben. Eine erkannte HFE-Veranlagung kann zum Beispiel dazu führen, dass Eisenwerte regelmäßig kontrolliert werden, bevor Organschäden entstehen.

Ein genetisches Ergebnis ist aber keine Diagnose: Ein auffälliges Ergebnis bedeutet nicht, dass eine Erkrankung sicher eintritt, und ein unauffälliges schließt sie nicht aus. Die Analysen untersuchen ausgewählte, häufige Varianten und ersetzen bei Verdacht auf eine seltene erbliche Erkrankung, etwa ein erbliches Tumorsyndrom, keine umfassende genetische Diagnostik – BRCA1 und BRCA2 werden zum Beispiel nicht untersucht.

Die Analyse wird ärztlich veranlasst. Nach der Aufklärung müssen die ärztliche Veranlassung und die unterschriebene Einwilligung vorliegen; erst dann wird analysiert. Für Genanalysen genügt eine Speichelprobe mit dem Saliva Kit.

Die Bearbeitungszeit der Genanalysen beträgt 1–2 Wochen. Der Ergebnisbericht wird immer an die veranlassende Ärztin bzw. den veranlassenden Arzt übermittelt, die oder der das Ergebnis mit Ihnen bespricht.

Pharmakogenetik untersucht, wie genetische Unterschiede Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen – zum Beispiel, weil Enzyme wie CYP2D6 oder CYP2C19 einen Wirkstoff schneller oder langsamer abbauen. Für ausgewählte Wirkstoffe gibt es dazu internationale Leitlinien, etwa von CPIC und DPWG.

Der Pharmaco Sensor ordnet rund 2.000 Arzneimittel nach ihren Abbau- und Aktivierungswegen ein. Die Ergebnisse unterstützen Ärztinnen und Ärzte bei der Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln; eine Medikation sollte nie ohne ärztliche Rücksprache geändert werden. Mehr zur Pharmakogenetik mit dem Pharmaco Sensor.

Ihre Probe wird nur für den vereinbarten Zweck verwendet; genetische und persönliche Daten werden getrennt gespeichert. Nach der Analyse wird Ihre Probe vernichtet, es sei denn, Sie haben ausdrücklich in eine Nutzung für die Forschung eingewilligt. Sie können Ihre Einwilligung widerrufen und haben das Recht, ein Ergebnis nicht zu erfahren. Mehr dazu unter Datensicherheit.

ProGenom verkauft medizinische Analysen nicht direkt an Endkundinnen und Endkunden. Sie erhalten eine Analyse über Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Sie haben noch keine ärztliche Ansprechperson? Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen, einen geeigneten ärztlichen ProGenom-Partner in Ihrer Nähe zu finden.

Die Analysen sind über unsere Partner erhältlich. Die Endkundenpreise werden vom jeweiligen Partner festgelegt. Ob Kosten übernommen werden, klären Sie bitte mit Ihrer Versicherung.

So geht es weiter

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Für Patientinnen und Patienten

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Die Analysen sind über unsere Partner erhältlich. Die Endkundenpreise werden vom jeweiligen Partner festgelegt.