Die sogenannte Kalorienbilanz ging davon aus. Das Konzept war immer: wenn 2000 kcal die Lippen passieren und nur 1500 verbrannt werden, muss man 500 kcal zunehmen. Aus der Genetik wissen wir nun, dass es leider komplexer ist. Eventuell sind diese 500 Extrakalorien in Form von Fett und der Körper nimmt sie aufgrund von genetischer Regulation gar nicht erst auf. Das haben wir ja in den Studien zur Fettempfindlichkeit deutlich gesehen. Auch ist ein Kaloriendefizit durch Sport nicht bei allen Menschen gleich. Aus der Genetik wissen wir (und Sportstudiobesitzer bestätigen uns dies regelmäßig), dass wenn zwei Freunde zusammen ins Sportstudio gehen um abzunehmen und sie genau dieselbe sportliche Betätigung durchführen, der Erfolg bei den Beiden um bis zu dem Faktor drei schwanken kann. Für jedes Kilo das eine Person abnimmt, nimmt der Andere also bis zu 3 kg ab. Auf dem Papier gerechnet würde man annehmen, dass beide dasselbe Kaloriendefizit erzeugt haben, da sie ja an den Maschinen dieselbe Kalorienzahl aufgewendet haben. Ähnlich ist es bei weniger Essen. Manche Menschen bleiben energetisch und gewinnen die Energie effektiv aus dem Speichern. Andere gehen vom Stoffwechsel in einen Sparmodus, senken den Grundumsatz und somit die Menge an Kalorien die sie über den Tag verbrauchen. Durch den Sparmodus reduziert sich die Effektivität des Gewichtsverlustes.

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